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Agalastra

Some say the end is near.
Some say we'll see armageddon soon.
I certainly hope we will.
I sure could use a vacation from this

Einleitung:
Agalastra, die früher mal Month hiess, ist mit Abstand der Char, den ich am meisten gespielt habe. Die junge polnische Frau ist eine Elster-Schamanin und hat sich einen Namen im Schatten gemacht, vorallem als arrogantes Weibsstück. Aber die Leute haben sicher auch gelernt, dass sie vor keiner Gefahr zurück schreckt und sie hat bisher keinen Job verpatzt. Ich mag das Mädel und ich spiele sie immer noch gerne, auch wenn die Angst, dass sie stirbt oft überwiegt.


Hintergrund:
Am 14.10.2042 wurde in der polnischen Stadt Stettin ein kleines Mädchen geboren, welches nur wenige Wochen später auf den Namen Alsou Maria Trpkolski getauft wurde. Das kleine Mädchen war Tochter einer Konzernangestellten bei OS-Company, einem Unternehmen, dass sich auf den Schiffshandel in der Ostsee spezialisiert hatte. Da Alsous Vater wenige Wochen vor ihrer Geburt bei einem Autounfall verstarb, musste die Mutter alleine für sich, Alsou und ihre zwei Brüder aufkommen. Als Schwester von zwei Brüdern hatte sie es in ihrer Kindheit alles andere als leicht, da sie zudem die Jüngste war. Joseph war ihr ältester Bruder der ganze acht Jahre älter war als sie. Ihr zweiter Bruder Svenka war immerhin noch vier Jahre älter als sie.
Trotz dieser Probleme mit ihren älteren Geschwistern verlief ihre Kindheit doch ungewöhnlich unbeschwert, vor allem da sie, im Gegensatz zu ihren Brüdern, in den Genuss einen Einzelzimmers kam. Früh zeigte sich, dass Alsou außergewöhnlich intelligent ist und auch nach ihrer Einschulung wurde sie allen Ansprüchen gerecht, indem sie mit guten Noten glänzte. Jedoch war sie immer sehr verschlossen und vor allem das Finden neuer Freunde viel ihr schwer. Die meiste Zeit verbrachte sie so alleine in ihrem Zimmer und sie begann auch viel zu lesen. Später folgten große Differenzen zwischen ihr und ihrer Mutter, da sie schon mit 13 damit begann, oft ungefragt lange aus zu bleiben oder sie kam gar erst am nächsten Tag wieder nach Hause. Durch den Ärger begann einer Dauerstreit zwischen den beiden, da Alsou den Standpunkt ihrer Mutter nicht verstehen wollte. Auch Erziehungsmassnahmen wie Hausarrest schürte nur den Hass Alsous und belastete das Verhältnis nachhaltig.
Allem zum Trotz schaffte es Alsou immer wieder abends aus dem Haus entfliehen, was sich jedoch auch an ihren schlechter werdenden Schulnoten widerspiegelte. Die Zeit verbrachte sie ausnahmslos in einem Szenelokal namens "Pantiq", das mit seiner ständigen Grunge-Musik eine extrem gemütliche Atmosphäre schaffte. Doch der eigentliche Grund warum sie jede freie Minute hier verbrachte war ein sehr jungendlicher Traum. Denn sie hatte sich in den Barkeeper verliebt, den sie sich jedoch nicht anzusprechen traute. Zudem hatte der Mann eh keine Augen für ein junges, inzwischen 15 Jahre altes, Mädchen. Sie lernte allerdings in diesem Lokal eine Menge interessanter Leute kennen und freundete sich auch mit einigen an. Da die Kosten, fast jeden Abend in einer Kneipe zu verbringen, ihr dürftiges Taschengeld bei weitem überstieg heuerte sie bei einem Drogendealer an, der ebenfalls oft im "Pantiq" verkehrte. Zwar verschmäte sie selber alle Drogen, aber ein bisschen Zeit verbrachte sie auf der Strasse um die Drogen zu verkaufen. Die meisste Zeit verlief das reibungslos, bis sie eines Nachts von drei Gangern bedroht wurde. Da sie schwach und unbewaffent war, versuchte sie zu entfliehen, wurde jedoch einige Strassen weiter in einer Sackgasse festgesetzt. Als die Ganger langsam auf sie zuliefen und bereits Messer und Metallrohre in den Händen hielten war Alsou von der Angst nahezu bewegungsunfähig. Doch eben diese Furcht katalisierte sich plötzlich in einen magischen Feuerball, der die Ganger schwer verwundete. Darauf ergriffen sie ihrerseits die Flucht, während Alsou fast Ohnmächtig zu Boden sank. Die Kopfschmerzen übernahmen einen Grossteil ihrer Gedanken, doch der kleine, funktionstüchtige Rest versuchte zu begreifen was gerade passiert war.Hatte sie tatsächlich einen Feuerball geworfen? Das hiesse, dass sie magisch aktiv war. Konnte sie tatsächlich so ein Glück haben? Sie stämmte sich auf ihre Beine und wollte nach Hause laufen, doch sie sah, dass einer der Ganger bewusstlos am Boden lag. Zuerst war sie entsetzt, da die Haut des Mannes angebrannt war und es roch nach verbranntem Fleisch. Obwohl sie versuchte ihren Blick abzuwenden, gelang es ihr nicht und ihre Augen fixierten eine silberne Kette um den Hals ihres Opfers. Sie konnte nicht widerstehen und griff sich die Kette. Ein befriedigendes Gefühl durchfloss sie als das Licht sich in der, leicht angerussten Kette, spiegelte und das Metall beruhigend in ihrer Hand lag. Am liebsten wollte sie fortlaufen, doch sie entdeckte einen Ring an der Hand des Mannes und konnte erneut nicht wiederstehen. Es war als würde eine innere Stimme ihr befehlen, diese Dinge an sich zu nehmen und plötzlich mochte sie den Gestank des angesengten Fleisches fast. Feuer war befriedigend, stellte sie fest. Aufgerührt lief sie nach Hause. Sie legte sich sofort in ihr Bett und überlegte was sie zu tun hatte, doch sie konnte nicht schlafen. In den wenigen Minuten in denen sie beinahe schlief erschien ihr, vor ihrem geistigen Auge, ein kleiner, teils schwarzer, teils weisser Vogel der sie mit seinem durchdringnem Blick beobachte; eine Elster. Doch Alsou fürchtete sich nicht, sondern begann den Vogel zu streicheln und er schmiegte sich um ihre Hände. Scheinbar telepatisch sprach er zu ihr und obwohl er keine Stimme hatte, hörte sie was er zu ihr sagte. Eine Freundschaft war geboren.
Sie sei Magierin, gab er ihr zu verstehen und sie sollte verstehen wie sie ihre Magie zu beherrschen hat.
Am nächsten Tag suchte sofort einen ihrer Bekannten aus dem "Pantiq" auf; ein Magier namens Kawin der sein Geld mit dem Handel illegaler magischer Stoffe verdiente. Sie bat ihn sie zu unterweisen und ihr alles beizubringen was er über Magie wusste. Kawin stimmte zu, obwohl er nicht daran interessiert war ihr irgendetwas beizubringen, sondern vielmehr war er an Alsou selber interessiert. Er zeigte ihr in groben Zügen wie die Magie zu beherrschen ist, doch Kawin war selber nie sehr gut darin gewesen und schon nach einigen Wochen war Alsou aufgrund ihres grossen Talentes ihm um einiges vorraus. Von nun an entwickelte sie ihr magisches Geschick zunehmens von alleine und durch die Hilfe ihres Totems Elster.
In dieser Zeit entwickelte sich Alsous Charakter zusehens ins Negative: oft konnte sie glänzenden Dingen nicht wiederstehen und klaute sie um sie einfach zu besitzen und der Glanz machte sie gierig. Auch Feuer hatte es ihr angetan und sein Anblick erregte sie auf eine eigene Art und Weise. Zwar legte sie schon immer viel wert auf ihr Äusseres, doch ansonsten wurde sie sehr unordentlich und in ihrem Zimmer, in dem sie wieder mehr Zeit verbrachte um ihre astralen Fähigkeiten zu vergrössern. Ausserdem entstand aus dem Nichts ein Unbehagen, wenn sie Katzen sah.
Eines Tages, Alsou war jetzt 16 Jahre alt, wurde sie im "Pantiq" von einem jungen Mann angesprochen. Er wusste, dass sie Magierin war und wollte sie für seine Dienste anheuern, denn er brauchte die Fähigkeiten talentierter Leute für einen kleinen Job. Alsou sollte mit zwei anderen Typen in eine kleine Konzernanlage einbrechen um dort intime Datan zu stehlen. Alsou war bewusst, dass sie so immermehr in den Sumpf des Verbrechens absteigen würde, doch sie konnte dem Angebot von 1.000¥ nicht wiederstehen. Sie nahm an und sollte zusammen mit einem verkabelten Ork namens RusK und einem Zwergen-Decker mit dem Namen IPX zusammenarbeiten. Die drei drangen in die Anlage ein und IPX kopierte die Daten auf sein Cyberdeck. Doch bei dem Ausstieg wurden sie von einem Einsatzteam von Seader-Krupp überrascht. Seader-Krupp? Davon war nie die Rede gewesen. Aber zu spät. Das Team eröffnete das Feuer. Nach einem längeren Schusswechsel und einem von Alsous Feuerbällen lagen RusK, IPX und 3 Gardisten tot am Boden. Alsou war bewusstlos und wurde von den Gardisten mitgenommen.
Doch sie hatte Glück im Unglück. Auf der Fahrt wurde der Transporter von einer Gang unter Beschuss genommen und Alsou gelang die Flucht. Sie rannte nach Hause und packte die notwendigsten Sachen. Anschliessend sagte sie ihrer Mutter in einem Satz, dass sie nicht mehr wieder kommen würde. Ihre handlungsunfähige und entsetzte Mutter ignoriert, verliess sie das Haus. Sie musste hier weg, kein Zweifel. Sie entschied sich für Deutschland, denn, aufgrund Stettins Grenznähe zu Deutschland, sprach sie flüssig Deutsch. Doch, sie musste irgendwie über die Grenze.
Sie fand schnell einen Grenzschieber, dessen Lohn sie jedoch nicht bezahlen konnte. Er bot ihr an für sie zu arbeiten und sie nahm an. Fünf Grenzschiebungen waren vereinbart und Alsou, die sich inzwischen den Decknamen Month zugelegt hatte, stellte sich als geschickt an. Der Mann schenkte ihr eine Pistole und obwohl Month lieber auf ihre magischen Fertigkeiten vertraute, fühlte sich das metallende Gewicht in ihrer Hand beruhigend an. Bei der siebten Grenzschiebung (Month hatte ihren "Vertrag" verlängert, da sie nicht schlecht verdiente und sich hier sicher fühlte) wurden sie von einer polnischen Polizeistreife überrascht und Month sah sich gezwungen einen Polizisten zu erschiessen. Von zwispaltigen Gefühlen geplagt, entschied sie diesen Ort zu verlassen. Der Grenzschieber gab ihr eine Adresse im Ruhrplex, bei der sie sich melden sollte und Month verschwand. Einige Tage später meldete sie sich bei Adresse und lernte die Schieberin Baroness M kenne, die ihr half sich im deutschen Schatten zu etablieren. Ihr Schicksal war klar, sie würde Shadowrunnerin werden. Warum? Das wusste sie selber nicht so ganz. Sie hätte jederzeit die Möglichkeit ein ehrliches Leben aufzubauen. Doch scheinbar hatte Elster etwas anderes mit ihr vor.




Äußeres Erscheinungsbild:
Agalastra ist eine zweifellos wunderschöne junge Frau. Sie ist nur etwa 1,60 m groß und aufgrund ihres zarten Körpers wirkt sie harmlos. Ihr Gesicht ist hübsch, ist aber blass geworden. Dicke Ringe zeigen sich unter ihren Augen und lassen sie kränklich erscheinen. Ihre Augen sind außergewöhnlich schön: sie strahlen in einem reinem Azurblau und wirken lebendig und gierig zugleich. Agalastra hat schulterlange schwarze Haare, die von weißen Strähnen durchzogen sind. Die Haare fühlen sich knochig und hart an und wehen kaum im Wind. Sie verzichtet auf normale Schminke und bemalt sich das Gesicht stattdessen mit dicker schwarzer Farbe. Wie Dornen reichen dicke schwarze Striche über die Wangen, die Stirn und das Kinn in ihr Gesicht. Ihre dünnen Lippen sind schmerzhaft trocken. Gekleidet ist sie meisst in einen schweren schwarzen Mantel oder in einen weiten schwarzen Umhang. Um ihren Hals hängt aller möglicher glänzender und teils wertloser Tand. In einer Tasche, den sie um den Oberkörper gehangen hat ist genügend Platz für Diebesgut.

Charaktereigenschaften:
Extrem Arrogant, selbstbewusst, überheblich, oft egoistisch, ruhig, weniger aggressiv und rachsüchtig, leicht träumerisch, abgelenkt, wirkt etwas wahnsinnig, weniger verschlossen, etwas offener
Agalastra ist ruhiger und ausgeglichener als Month. Sie ist zwar nicht weniger egoistisch und intrigant, aber weit weniger aggressiv als ihr früheres Ich. Von Zeit zu Zeit bricht jedoch die ungebändigte Art Months aus und zerstört die friedlichen Pläne Agalastras.

Titelsong:
Tool - Ænima

Die Typische Woche:
Agalastra ist im Gegensatz zu Month um einiges aktiver. Die meiste Zeit vertreibt sie sich durch Astrale Reisen in die entlegensten Punkte der Welt oder der Metaebenen. Die empfundenen Jahre auf ihren Reisen haben sie ruhiger gemacht und oft sitzt sie einige Stunde nur da und beschäftigt sich mit belanglosen Sachen, wie z.B. einem Bleistift oder einer Türklinge. In bestimmten Phasen überwiegen jedoch Agalastras Aggressionen und ihr Hass entlädt sich im Kampf. Agalastra ist sehr introvertiert und hat praktisch keine Freunde in der physischen Welt und auch ihre Abende in Poli-Clubs gehören der Vergangenheit an.

Ab hier wird gespielt:
Month konnte sich ohne Probleme im Schatten des Ruhr-Plexes etablieren und hat schon einige Aufträge erfolgreich und stets ohne Verwundung abgeschlossen.
Schon nach kurzer Zeit zog sie mit einem Hermetiker namens Bush zusammen, mit dem sie bis in den 2ten Initiatenrang aufstieg. So lernte sie nicht zuletzt die Kraft der Weißsagung, die sie derzeit versucht zu beherrschen. Zu betonen ist jedoch, dass sie nie ein sehr inniges und freundschaftliches Verhältnis zu Bush hatte. Vielmehr war es eine reine Zwecksache.
Durch widere Umstände sah sich Month plötzlich gezwungen ihren Wohn- und Arbeitsort zu wechseln und tauchte im Frankfurter Schatten unter. Auch hier war es ihr gegönnt sich gut zu etablieren, auch wenn sie sich hier noch nicht richtig wohlfühlt.
Schließlich hatte Month genügend Erfahrung zu sammeln um alleine in den dritten Grad der Initiation aufzusteigen. Wochenlang meditierte sie und zog sich vollkommen zurück.
Eines Tages öffnete sie plötzlich ihre azurblauen Augen, die heller leuchteten als je zuvor. Schweiß ronn ihr vom Gesicht und mit einer müden Bewegung wischte sie das nasse Haare auf ihrem Gesicht. Sie nahm tief Luft und fühlte sich stark. Sie stand auf und wankte unsicher zum Fenster. Erst jetzt merkte sie, dass sie eine Menge hinter sich gelassen hatte. Schehmenhaft erinnerte sie sich an ihren früheren Namen, aber sie hatten einen neuen Namen: Agalastra.



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© The Inner Circle of Shadowrun 2009